Vom Schock zur Selbstbestimmung: Lungenkrebs-Patient Nils Glaubke teilt in seinem Podcast ‚Krebs! Was nun?‘ ehrliche Einblicke, Expertenwissen und wertvolle Lebensfreude auf Augenhöhe.“
Der Host des Podcasts: Nils Glaubke
Nils ist kein theoretischer Ratgeber – er ist selbst Betroffener. Im Herbst 2022 erhielt er im Alter von 39 Jahren die Diagnose: Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium IV, bereits metastasiert. Die ersten Prognosen waren düster, und machten ihm wenig Hoffnung. Aber dann wurde bei der Molekularen Analyse eine Treibermutation entdeckt, die mit zielgerichteter Therapie gut behandelt werden konnte.
Seitdem ist er als informierter, mündiger Patient unterwegs und teilt diesen Weg Schritt für Schritt mit seiner Community.
Welche Themen werden besprochen?
Der Podcast deckt die gesamte Bandbreite des Lebens mit einer Krebserkrankung ab. Es geht um medizinische Fakten ebenso wie um die seelische Achterbahnfahrt. Zu den zentralen Themen gehören:
- Der mündige Patient: Wie wichtig molekulare Diagnostik, das Einholen von Zweitmeinungen und die Behandlung in spezialisierten Lungenkrebszentren sind.
- Therapie & Alltag: Wie man mit Nebenwirkungen umgeht und den Alltag organisiert.
- Körper & Geist: Wichtige Alltagsbelastungen wie das Fatigue-Syndrom (chronische Erschöpfung), Sport bei Krebs oder die psychoonkologische Begleitung.
- Emotionen: Der Umgang mit Ängsten, die Hoffnung trotz schwerer Diagnose und die Frage, wie man die eigene Lebensqualität bewahrt.
Mit wem arbeitet er zusammen?
Nils Glaubke führt keine Monologe. In seinem Podcast kommen renommierte Expertinnen und Experten zu Wort: Ärzt:innen, Krebsforschende, Psychoonkolog:innen und Fatigue-Spezialist:innen ordnen komplexe medizinische Entwicklungen verständlich ein. Gleichzeitig spricht Nils mit anderen Betroffenen und Patientenorganisationen wie dem BRCA-Netzwerk e.V., um unterschiedlichen Erfahrungen eine Stimme zu geben.
In vielen Folgen ist André, der auch an Lungenkrebs erkrankt ist, immer wieder ein Gesprächspartner. Die Gespräch der beiden zeichen sich durch eine große Offenheit aus. Beide sind unterschiedliche Typen und gerade dadurch ist es für mich als Hörer bereichernd, sich selbst mit seinen Fragen und Problemlagen mal in Nils und mal in André wiederzufinden.
Was macht den Podcast so besonders?
Nils zeigt, dass eine Krebsdiagnose zwar das Leben radikal verändert, aber nicht die eigene Persönlichkeit auslöscht. Der Ton ist ehrlich, direkt, humorvoll und unglaublich nahbar.
Der Podcast vermittelt die Botschaft: Wissen ist Macht. Wer seine Erkrankung versteht, kann auf Augenhöhe mit den Onkolog:innen entscheiden und profitiert auch eher vom aktuellen Stand der Krebsforschung.
Nils beschreibt sich selbst als Macher-Typ. Und dieses innere Setting spiegelt sich auch in seinem Podcast. Manchmal höre ich „alles ist machbar“ als unausgesprochenen Subtext heraus (oder intepretiere das hinein). Zugleich ist es auch so, dass er auch das Glück hat, dass seine Therapie einfach gut und auch lange wirkt. Und zugleich erlebe ich ihn in seinem Podcast als Menschen, das auch weiß, wie zerbrechlich uns dieser Erkrankung macht.
Diese Spannung empfinde ich nicht als Widerspruch, sondern es sind zwei Seiten die zu unserer Krankheit dazugehören. Und da ist Nils mit seinem Podcast ein toller Mutmacher und Informationskanal