Was ist ein Portkatheter
Nach einer kleinen Operation liegt nun ein praktisches Teil unter meiner Haut: Ein Port-Katheter! Diese kleine Kapsel ist quasi der Direkt-Anschluss für die Chemo. Denn ein dünner Schlauch führt von dort in die große Hohlvene und in ihr weiter bis kurz vor dem Herzen.
Nun kann man mit einer Kanüle direkt senkrecht durch die Haut in die Portkammer stechen und kann Blut entnehmen, Chemo anschließen oder künstliche Ernährung einleiten.
Warum das ganze?
In den letzten Wochen wurde das Legen des Zugangs über die Venen an Armbeuge oder Handgelenk immer kniffliger: Eine anstechbare Vene finden, dann hoffen, dass die ganzen 3,3 cm des Katheterschlauchs in die Vene passen und nicht an einer Abzweigung oder Venenklappe hängenbleiben (Aua!). Der „Port“ ist da die Lösung.
Gibt’s Nachteile?
Man hat wie bei jeder OP beim Einsetzen (dauerte etwas mehr als ne Stunde unter lokaler Betäubung) die üblichen Risken, aber nach einer Woche war alles schmerzfrei.
Natürlich ist es ein Fremdkörper dicht unter der Haut. Man kann ihn spüren, aber er braucht keine extra Vorsichtsmaßnahmen, außer man übt Vollkontakt-Sportarten aus.
Da ich gut im Futter stehe, kann man ihn kaum erkennen. Bei sehr dünnen Menschen ist der Port deutlicher zu sehen, manchmal sogar die Delle der Membran in der Mitte und der Anschluss.
Mal sehen, wie es wird. Am wichtigsten ist, dass es keine Entzündungen gibt, sonst müsste das gute Stück entfernt oder ersetzt werden.