Ein Tag mit Chemotherapie

Von November 2025 bis Jan 2026 habe ich 4 Zyklen Chemotherape mit Carbopolatin und Pemetrexed bekommen. Danach geht es im 3-Wochen-Abstand mit einer Pemetrexed-Therapie dauerhaft weiter.

Manchmal passiert es: Ich sage „Morgen gehts wieder zur Chemo …“, und mein Gegenüber weiß nicht so genau, was man darauf antworten soll. Denn die Chemotherapie hat nicht gerade das allerbeste Image. Soll man mich bemitleiden?
Eigentlich ist es mir lieber, mein Gegenüber wünscht mir „viel Erfolg“ – ganz ohne Mitleid.
Ich setze auch im Stadium 4 auf Hoffnung, und die Chemo ist da ein wichtiger (aber auch herausfordernder und belastender) Baustein. Aber es ist ein Baustein, der uns Krebsies hilft, die eine oder andere Schlacht für uns zu entscheiden. Lebensqualität zu erhalten und unser Überleben zu verlängern.
Medial sehen wir oft sehr klischeehafte Chemo-Bilder. Das liefert mehr Aufmerksamkeit als die Bilder, die ich dort sehe. Sie sind aber nur ein Teil von dem, was dort passiert. Darum hab ich gedacht: Ich nehme euch mal mit auf meinen Chemo-Tag in der Uniklinik Erlangen.
Natürlich ist es „meine Therapie“. Und es Chemotherapien, die Patienten viel stärker belasten und herausfordern, als meine.

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